Eine Lederjacke kauft man wegen des Stils, doch die richtige hängt davon ab, wie sie getragen wird. Wer Motorrad fährt, braucht andere Merkmale als jemand, der sie für die Stadt oder für Wochenenden kauft. Dieser Ratgeber vergleicht fünf gängige Herren-Lederjackenstile, erklärt, worauf Sie bei Leder und Verarbeitung achten sollten, und behandelt die grundlegende Pflege.
Das Wichtigste in Kürze
- Behandelt werden fünf gängige Herrenstile: klassische Motorradjacke, Vintage, schmal geschnittene Bikerjacke, mit Kapuze und Racer.
- Vollnarbenleder (full-grain) behält die gesamte natürliche Narbenschicht, bei Leder mit geschliffener Narbe (top-grain) ist die Oberfläche geschliffen oder behandelt.
- Zum Fahren achten Sie auf eine Bekleidungsklasse nach EN 17092 und auf Aufprallprotektoren, die nach EN 1621 geprüft sind.
- Ein gepolsterter Kleiderbügel und eine Pflege nach Vorgabe des Etiketts oder des Herstellers passen zur Oberfläche der Jacke.
Warum Lederjacken im Kleiderschrank bleiben
Ein Stil, der sich anpasst
Eine Lederjacke passt zu lässigen Wochenenden, zu Abenden in der Stadt und auf Reisen, und neutrale Farben lassen sich gut mit Jeans, Chinos und Stiefeln kombinieren.
Gebrauchsspuren, die Charakter entwickeln
Leder wird mit der Nutzung weicher und bildet mit der Zeit eine Patina, weshalb viele Besitzer dieselbe Jacke jahrelang tragen.
Windschutz und Abriebfestigkeit
Leder hält den Wind ab und ist abriebfester als die meisten Alltagsstoffe. Das ist ein Grund, warum Motorradjacken zum festen Bestandteil dieser Kategorie gehören.
Worauf Sie achten sollten
Lederart
Vollnarbenleder enthält die gesamte Narbenschicht, ohne dass Oberfläche abgetragen wurde. Leder mit geschliffener Narbe umfasst die äussere Schicht der Haut, kann aber geschliffen oder geprägt sein. Fragen Sie, welche Art bei einer Jacke verwendet wird.
Verarbeitung
Achten Sie auf verstärkte Nähte, robuste Reissverschlüsse sowie sauber verarbeitete Nähte und Einsätze, denn diese Stellen werden am stärksten beansprucht.
Passform und Komfort
Achten Sie auf ausreichend Raum an Schultern und Armen, verstellbare Bündchen und ein atmungsaktives Futter. Eine Jacke sollte Armbewegungen zulassen, ohne hochzurutschen.
Schutz für Motorradfahrer
Eine Jacke, die zum Fahren verkauft wird, sollte ihre Bekleidungsklasse nach EN 17092 (AAA, AA, A, B oder C) sowie die enthaltenen Aufprallprotektoren angeben, die nach EN 1621 geprüft sind. Eine ist ein Beispiel für eine Jacke, bei der auf der Produktseite Protektoren beschrieben sind.
Fünf Herren-Lederjackenstile
1. Klassische Motorradjacke
Der traditionelle Bikerschnitt kombiniert meist eine schwarze Oberfläche, Taschen mit Reissverschluss und einen fahrerfreundlichen Schnitt. Ein Beispiel dafür: . Er eignet sich für Motorradfahrer, Pendler und alle, die eine vielseitige Jacke möchten.
2. Vintage-Jacke in Braun
Used-Look-Leder in Braun mit Knopf- und Reissverschlussdetails sorgt für einen Retro-Look, meist mit einer etwas lockeren Passform, die zu Stiefeln oder Sneakern passt. Sie eignet sich für die Freizeit.
3. Schmal geschnittene Bikerjacke
Eine taillierte Bikerjacke hat einen asymmetrischen Reissverschluss, minimale Beschläge und einen körpernahen Schnitt im Oberkörper. Sie eignet sich für Stadtfahrer und alle, die eine schärfere Silhouette bevorzugen.
4. Lederjacke mit Kapuze
Ein Modell mit Kapuze verbindet Streetwear mit klassischem Leder. Ein Beispiel ist die , und eine Kapuze macht die Jacke an kühleren Tagen und in der Übergangszeit vielseitiger.
5. Racerjacke
Racer-Modelle sind sportlicher, mit einem schlanken Schnitt, einem Kragen mit Druckknopf als Windschutz und flexiblen Einsätzen für mehr Bewegungsfreiheit. Stöbern Sie in den für sportlich inspirierte Designs.
So treffen Sie die Wahl
- Tägliches Fahren: klassische Motorradjacken oder Racer-Modelle mit Protektoren und einer dokumentierten Bekleidungsklasse.
- Alltagsstil: Schwarz oder Braun in einem klassischen Schnitt, der zu den meisten Outfits passt.
- Komfort: ein ergonomischer Schnitt und ein atmungsaktives Futter, besonders für lange Fahrten.
- Markanter Look: Vintage-Oberflächen, asymmetrische Reissverschlüsse oder ungewöhnliche Akzente.
Pflege der Lederjacke
- Pflegeetikett beachten: Folgen Sie dem Pflegeetikett oder den Anweisungen des Herstellers; das richtige Pflegemittel hängt von der Oberfläche und der Verarbeitung des Leders ab.
- Nässe begrenzen: Leder verträgt leichten Nieselregen, aber eine durchnässte Jacke sollte natürlich und fern von direkter Hitze trocknen.
- Gut lagern: Verwenden Sie einen breiten, gepolsterten Kleiderbügel, damit die Form erhalten bleibt.
- Wie vorgegeben reinigen: Reinigen Sie so, wie es das Pflegeetikett vorgibt; die richtige Methode hängt von der Oberfläche ab.
Weitere Lederbekleidung für Herren
Für Jacken und Ausrüstung jenseits dieser Stile stöbern Sie in der Kategorie samt passendem Zubehör: , oder im gesamten Sortiment an .
Häufig gestellte Fragen
Welches Leder ist für eine Herrenjacke besser, Vollnarbenleder oder Leder mit geschliffener Narbe?
Keines von beiden ist für alle besser. Vollnarbenleder behält die gesamte natürliche Narbe und entwickelt mit der Nutzung eine Patina. Bei Leder mit geschliffener Narbe ist die äussere Schicht geschliffen oder behandelt, was eine gleichmässigere Oberfläche ergibt. Entscheiden Sie nach dem gewünschten Aussehen und nach der Oberfläche, deren Pflege Sie zuverlässig übernehmen möchten.
Was sollte eine Motorrad-Lederjacke enthalten?
Achten Sie auf eine angegebene Bekleidungsklasse nach EN 17092 und auf Aufprallprotektoren an Schultern und Ellbogen, die nach EN 1621 geprüft sind, sowie auf eine Tasche für einen Rückenprotektor. Verstärkte Nähte und eine Passform, die die Protektoren an Ort und Stelle hält, sind ebenfalls wichtig. Modejacken haben in der Regel nichts davon.
Kann man eine Lederjacke im Regen tragen?
Leder verträgt leichten Nieselregen, aber anhaltende Nässe kann es beschädigen. Wird die Jacke nass, lassen Sie sie natürlich und fern von direkter Hitze trocknen und prüfen Sie danach auf dem Pflegeetikett, ob eine weitere Behandlung nötig ist. Ein wasserabweisendes Lederspray bietet etwas zusätzlichen Schutz. Wasserdichte Motorradjacken sind anders aufgebaut.
Wie sollte eine Lederjacke sitzen?
Sie sollte an den Schultern eng anliegen, mit genug Platz in Armen und Oberkörper, um sich frei zu bewegen und eine leichte Schicht darunter zu tragen. Die Ärmel sollten bei ausgestreckten Armen bis zum Handgelenkknochen reichen. Leder wird mit dem Tragen weicher, daher ist eine sehr weite Passform am Anfang unnötig.
Verfasst vom Leather-Collection-Redaktionsteam.





